Auf der Verpackung von Hundefutter finden sich Angaben über die Inhaltsstoffe. Doch was verbirgt sich dahinter?

Diese Angaben richtig zu verstehen ist wichtig, denn die richtigen Nahrungsbestandteile in der richtigen Menge und im richtigen Verhältnis zueinander bilden eine wichtige Basis für einen gesunden und glücklichen Hund. Alleinfutter sollte alles Notwendige enthalten, was der Hund braucht. Was hat es also auf sich mit Rohprotein, Rohfaser, Rohasche und Co.?

Rohprotein und Rohfett

Hundefutter ZusammensetzungGanz schön roh, könnte man beim Blick auf die Inhaltsstoffe von Hundefutter meinen. Diese Angaben beziehen sich auf eine Standard-Laboranalyse von Tierfutter, die Weender Futtermittelanalyse. Um die Werte richtig einzuordnen ist zudem der Wassergehalt des Futters wichtig, also ob es sich um Trocken- oder Feuchtfutter handelt.

Hochwertiges und gut verdauliches Eiweiß, also Protein, ist wichtig für Hunde. Hinter der Angabe "Rohprotein" verbergen sich allerdings alle enthaltenen Proteine und außerdem eiweißähnliche Inhaltsstoffe. Bei einem guten Trockenfutter sollte der Rohproteingehalt bei 20 bis 25 Prozent liegen, beim Feuchtfutter nicht unter 5,5 Prozent.

Mit "Rohfett" sind sämtliche Fette und Öle tierischen und pflanzlichen Ursprungs gemeint. Der Hund braucht einen gewissen Anteil an essenziellen Fettsäuren, um seinen Energiebedarf zu decken und fettlösliche Vitamine verwerten zu können. Etwa 10 bis 14 Prozent Rohfett sollte im Trockenfutter sein, im Dosenfutter ca. 1 Prozent.

Rohasche und Rohfaser

Hundefutter ZusammensetzungDer Gehalt an "Rohasche" im Tierfutter bezeichnet den Wert der Asche, die übrig bliebe, würde das Futter auf 550 Grad Celsius erhitzt werden. In diesen unverbrennbaren Rückständen sind auch Mineralstoffe und Spurenelemente enthalten. Zu hoch sollte der Wert jedoch nicht sein, um die Nieren nicht zu schädigen – maximal 4 Prozent.

Mit "Rohfaser" werden die nicht verdaulichen Anteile im Hundefutter angegeben. Sie gehören zu den Ballaststoffen und sind wichtig für die Darmtätigkeit des Hundes. Zu viel davon kann jedoch belastend für die Verdauung sein. Im Trockenfutter sollten zwischen 2 und 3,5 Prozent Rohfaser enthalten sein, im Feuchtfutter 0,5 Prozent.

Fleisch und tierische Nebenprodukte

Diese Angabe bezieht sich auf sämtliche tierische Bestandteile aus der Schlachtung warmblütiger Landtiere wie Rind, Schwein und Geflügel zur Fleischerzeugung. Neben Muskelfleisch sind ebenso Innereien, Binde- und Sehnengewebe, Knorpel, Hufe, Hörner, Fell und vieles mehr gemeint. Aus Körperteilen wie Ohren und Sehnen werden auch Kauartikel für Hunde produziert.

Pflanzliche Nebenerzeugnisse

Hundefutter ZusammensetzungHiermit sind Neben- und Abfallprodukte gemeint, die bei der Verarbeitung von Pflanzen anfallen: Das können Reste von Getreide und Hülsenfrüchten sein, Kartoffelschalen, Erdnussschalen, Rübenschnitzel oder Apfelreste. Auch Stroh und Rückstände aus der Ölpressung zählen dazu. Diese minderwertigen Bestandteile des Hundefutters sind oft schwer verdaulich.

 

Das Calcium-Phosphor-Verhältnis

Wie auch wir Menschen brauchen Hunde eine ausgewogene Ernährung, die alle für sie wichtigen Bestandteile in den richtigen Mengen aufweist. Eine besondere Rolle spielt dabei das Verhältnis von Calcium und Phosphor, die wichtig für den Muskelaufbau und das Wachstum der Knochen sind. Als ideales Verhältnis gilt hier 1,2 bis 1,4 zu 1.