Wer täglich prüft, ob seine Mäusebande bei guter Gesundheit ist, hat die besten Chancen, Krankheiten frühzeitig zu erkennen und behandeln zu lassen. Für ein langes und glückliches Mäuseleben.

Da auch – aus menschlicher Sicht – harmlose Erkrankungen bei Mäusen schlimme Folgen haben können, ist ein täglicher Gesundheitscheck sinnvoll. Nehmen Sie Ihre Mäuse am besten abends während des Fütterns oder Spielens gründlich in Augenschein, da sie dann ihre aktive Phase haben und nicht unnötig gestresst werden. Augen, Nase, Fell – alles okay? Einmal pro Woche werden auch die Zähne und das Gewicht kontrolliert.

Sensible Mäuschen

Gesundheitscheck bei MäusenSo munter und aufgekratzt, wie gesunde Mäuse sind, so anfällig sind sie andererseits für diverse Erkrankungen. Deshalb gilt es, Symptome frühzeitig zu erkennen und besondere Gefährdungen von vornherein auszuschließen. Dazu gehört zuvorderst ein sauberer Käfig mit staubfreier Streu, aus dem gehortete Futterreste regelmäßig entfernt werden, da diese sonst leicht schimmeln und die Mäuse krank machen. Auch der richtige Standort ist entscheidend – die Mini-Nager sind hitzeanfällig und dürfen deshalb nicht in der Sonne stehen, auch nicht in Zugluft, da sie diese gar nicht vertragen.

Tägliche Mäusekontrolle

Gesundheitscheck bei MäusenBlick mir in die Augen, Kleines … Sind die Augen klar, glänzend, sauber und nicht gerötet? Gut! Anderenfalls könnte eine Bindehautentzündung der Grund sein, etwa durch Zugluft, oder eine Verletzung am Auge. Und das Näschen? Das sollte sauber und trocken sein, ohne Ablagerungen.

Ein wichtiges Indiz ist das Fell. Ist es glänzend, glatt und sauber? Oder zeigen sich kahle Stellen und Schorf, wirkt es glanzlos, gesträubt und struppig? Dann könnten ein Pilz oder eventuell Parasiten dahinter stecken. Die Haut der Maus sollte nicht gerötet, glatt und ohne Schuppen sein.

Der Po der Maus ist in gesundem Zustand sauber und nicht gerötet oder verklebt. Anderenfalls könnte sie Probleme mit der Verdauung haben, eventuell Durchfall, der bei Mäusen schnell lebensbedrohlich wird. Ein strenger Kotgeruch aus dem Käfig weist ebenfalls auf eine Darmerkrankung hin.

Die Atmung der Maus sollte ruhig und lautlos sein. Achten Sie zudem darauf, ob Ihre Mäuse munter und agil sind oder ob sie Veränderungen in ihrem Verhalten und ihrer Aktivität zeigen. Kommen sie zur Fütterungszeit zum Napf und fressen sie normal? Liegt die Maus nur noch träge herum, muss sie unbedingt zum Tierarzt.

Wöchentlich Zähne und Gewicht prüfen

Gesundheitscheck bei MäusenSchauen Sie einmal in der Woche die Zähnchen Ihrer Mäusebande an. Die Vorderzähne dürfen nicht zu lang sein und müssen so stehen, dass sie sich gleichmäßig abnutzen. Die ständig nachwachsenden Nagezähne sind auf der Vorderseite gelb bis orange. Damit diese sich abnutzen, müssen die Mäuse ständig etwas Hartes – zum Beispiel Zweige –  zum Knabbern haben. Um die Zähne gut sehen zu können, reichen Sie der Maus von oben ein Leckerli.

Verliert die Maus deutlich an Gewicht, deutet das ebenfalls auf eine Erkrankung hin. Gewichtsschwankungen sollten ca. 5 Gramm pro Woche nicht überschreiten. Wenn die Knochen sich deutlich abzeichnen, ist die Maus zu dünn. Vielleicht hat sie übermäßig viel Stress oder die Nahrung passt nicht. Führen Sie Buch über das Gewicht Ihrer Nager, so behalten Sie es jederzeit im Blick. Bleibt die Maus nicht freiwillig auf der Waage sitzen, nehmen Sie eine Tasse zu Hilfe und ziehen deren Gewicht ab.

So bleibt Maus gesund

Für ein gesundes und glückliches Leben braucht eine Maus unbedingt Artgenossen. Sie benötigt außerdem ein artgerechtes Zuhause, eine ausgewogene Ernährung, genügend Platz und Möglichkeiten zum Buddeln, Klettern und Spielen. Langeweile führt zu Stress und Erkrankungen. Wenn Sie dann noch den regelmäßigen Gesundheitscheck einhalten, sollte das Projekt „muntere Maus“ gelingen.